Chile

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Überblick:
| STECKBRIEF | Staatsgründung/Unabhängigkeit | 1818 | |
| Letzte Festlegung der Grenzen | 1883 | ||
| Nationalfeiertag | 18. September | ||
| Internationales Autokennzeichen | RCH | ||
| Zeitzonenabweichung zu MEZ | -5 Stunden | ||
| Int. Telephonvorwahlnummer | +56 | ||
| Internetcode des Landes | .cl | ||
| Offizieller Name | Repupblik Chile | ||
| Hauptstadt | Santiago de Chile | ||
| Einwohner | 15,4 Mio. | ||
| Währung | Chilenischer Peso | ||
| Amtssprache | Spanisch |
| KLIMA | Wüsten-/Gebirgsklima/Maritim |
Chile hat ein sehr vielvältiges Klima, was sich aus der
weiten Nord-Südausdehnung ergibt.
Im Norden liegt die trockenste Wüste der Welt, die Atacamawüste, für seinene
Breitengrade ist der Norden jedoch relativ wolkig und kühl.
In der Mitte herrscht mit wechselhaften Wintern und trockenen, heißen Sommern fast
mediterranes Klima.
Der Süden ist feucht und in den Andenregionen herrscht alpines Klima mit ganzjährigem
Schnee und Gletschern.
| VERKEHR |
Rechtsverkehr |
Comodoro Arturo Merino Benitez, Santiago de Chile | 5,91 Mio. Passagiere |
| Gesamtlänge der befestigten Straßen | 11.012 km | ||
| Gesamtlänge der Autobahnen und Schnellstraßen | 3.455 km | ||
| Schienen | 2.084 km | ||
| Wasserwege | 725 km |
Das staatliche Bahnwesen wird durch privates Kapital
modernisiert, durch Gleisreperaturen und neue Lokomotiven bzw. Wagen werden die Fahrzeiten
verkürzt.
Die Panamericana ist die einzige durchgehende Straße von der peruanischen Grenze bis
Puerto Montt, sie wird in Teilstücken ausgebaut.
Das 1999 mit der USA abgeschlossene "Open-Skies-Abkommen" brachte Chile als
erstes südamerikanisches Land gute internationale wie regionale Verbindungen.
| TOURISMUS | Besucher:Bevölkerung 1:8,8 | Besucher im Jahr 2002 | 1.740.000 Besucher |
| Trend | 10% mehr als 2000 | ||
| Herkunftsländer | 46% Argentinien | ||
| 10% Peru | |||
| 9% Bolivien | |||
| 7% USA | |||
| 5% Brasilien | |||
| 23% Sonstige |
Nach der Pinochet-Ära nahm die Zahl der Besucher aus
Europa und den USA wider zu, die Meisten Besucher stammen jedoch weiterhin aus dem
südamerikanischen Raum.
Die Touristenmagnete sind die spektakuläre Andenpanoramalandschaft, Chuquicamata und die
lange Küstenlandschaft.
Das Weinbaugebiet im Elqui-Tal, Gletscher und Fjorde im Süden und die Osterinseln zählen
zusätzlich zu den Attraktionen.
| BEVÖLKERUNG | Niedrige Bevölkerungsdichte | Sprache | Spanisch, Indianersprachen |
| Amtssprache | Spanisch | ||
| Bevölkerungsanteil | Stadt 84% | ||
| Land 16% | |||
| Urbevölkerung | 10% | ||
| Dichte | 21/Quadratkilometer | ||
| Religionszugehörigkeit | 80% Katholiken | ||
| 20% Sonstige und ohne Zugehörigkeit | |||
| Bevölkerungsgruppen | 10% Indianer | ||
| 90% Mischlinge und Europäer |
Ein Drittel der chilenischen Bevölkerung lebt in Santiago,
dort sind durch raschen Wachstum große Slums entstanden!
Nach Chile wandern relativ wenige Menschen ein, so stammen die Meisten Menschen von den
Spaniern oder den Indianern ab, zur Klärung der Indioproblematik hat man eine Kommission
für historische Wahrheit ins Leben gerufen.
80.000 Mapuche-Indios leben rund um Temuco in der mittleren Landesregion, 20.000 Aymara in
den nördlichen-chilenischen Anden und rund 2000 Rapa Nui auf der Osterinsel.
| ENT.-HILFE | Empfängerland | Empfangen | 49.000.000 US-$ |
| Trend | Abnahme um 30% seit 2000 |
Die Hilfen haben meistens die Form einer von den USA
angeregten Umschuldung durch die Weltbank.
Die Hilfe ist aber dank Wirtschaftswachstum und ausländischer Investitionen rückläufig.
| AUSSENPOLITIK | UN-Mitglied seit 1945 | Mitglied bei | APEC |
| G15 | |||
| NAM | |||
| RG | |||
| OAS |
Die Beziehungen gegenüber den USA sind für Chile am
wichtigsten, sie sind nämlich der wichtigste Handelspartner.
Heute herrschen gute Beziehungen zwischen den beiden Ländern, das war aber noch nicht
immer so, die USA waren erst gegen den von Allende verbreiteten Sozialismus und danach
gegen die Menschenrechtsverletzungen durch Pinochet.
Nachdem Pinochet 2000 von England an Chile, und nicht an Spanien, ausgeliefert wurde,
besserten sich die Beziehungen dieser Länder.
Mit Bolivien und Peru gibt es jedoch immer noch Konflikte wegen der Grenzführung.
| VERTEIDIGUNG | Wehrpflicht | Ausgaben | 2.890.000.000 US$ |
| Trend |
Zunahme um 12% seit 2000 | ||
| Streitkräfte | 290 Kampfpanzer | ||
| 3 U-Boote | |||
| 3 Zerstörer | |||
| 0 Flugzeugträger | |||
| 0 Kreuzer | |||
| 3 Fregatten | |||
| 27 Partrouillenboote | |||
| 77 Kampfflugzeuge | |||
| Truppenstärke: 87.500 |
Die Streitkräfte werden fast auschließlich aus den
Exportgewinnen des staatseigenen Kupferproduzenten Codelco bezahlt, diese Mittel werden
aber immer weniger.
Das Verteidigungsministerium hat das Militär praktisch nicht unter Kontrolle und dessen
Ausrüstung ist veraltet, die Wehrpflicht gilt ab dem 19. lebensjahr und dauert beim Heer
12, bei marine und Luftwaffe 24 Monate.
| WIRTSCHAFT | Inflation: 7,3% p.a. (90-00) | Umsatz | 69.600.000.000 US-$ |
| BSP-Weltrang | 44 | ||
| BSP pro Kopf | 4.630 US-$ | ||
| Zahlungsbilanz | -991.000.000 US-$ | ||
| Inflation | 3,8% | ||
| Arbeitslosigkeit | 9% | ||
| Exporte | 4% Brasilien | ||
| 5% Argentinien | |||
| 7% Großbritannien | |||
| 14% Japan | |||
| 19% USA | |||
| 51% Sonstige | |||
| Importe | 5% China | ||
| 5% Japan | |||
| 7% Brasilien | |||
| 14% Argentinien | |||
| 23% USA | |||
| 46% Sonstige | |||
| Wichtigste Branchen | Öl | ||
| Ölraffinerien | |||
| Kupferabbau | |||
| Fertigwaren | |||
| Pharma-Industrie | |||
| Schwerindustrie | |||
| Fischverarbeitung | |||
| Agrarsektor |
Stärken:
Weltgrößter Kupferproduzent
Obstexport
Wirtschaftswachstum und hohe ausländische Investitionen
Hohe Kreditwürdigkeit
Branchenwachstum von Weinbau und Fischverarbeitung
Schwächen:
Abhängig von den USA
Schwache Exportmärkte in Asien
Große Schwankungen der Weltmarktpreise für Kupfer
Profil:
Durch Allendes Politik entstanden große Staatsunternehmen, Pinochet vervolgte eine
monetarische Politik.
Einschränkung von Staatswirtschaft und Verkauf von Staatsunternehmen unter dem Marktwert
bringen große Gewinne für Investoren und Spekulanten.
Die Regierung Aylwin privatisierte die Rentenkassen und die letzten Privatisierungen von
Staatsbetrieben diehnte dem Ausbau der Infrastruktur.
| RESSOURCEN | Stromgewinnung 8,4 Mio. kW | Fische | 6.080.000t |
| Öl | 5.414 Barrel/Tag | ||
| Öl Reserven | 106.700.000 Barrel | ||
| Tiere | 4.140.000 Schafe | ||
| 4.070.000 Rinder | |||
| 2.470.000 Schweine | |||
| 70.000.000 Hühner | |||
| Bodenschätze | Kohle | ||
| Kupfer | |||
| Öl | |||
| Erdgas | |||
| Gold | |||
| Silber | |||
| Eisen | |||
| Molybdän | |||
| Jod | |||
| Stromerzeugung | 57% Wasserkraft | ||
| 43% Fossile Brennstoffe | |||
| 0% Kernenergie | |||
| 0% Sonstige |
Das Kupfer bringt, neben Lithium, Gold und Molybdän, den
größten Exporterlöß.
DIE Wasserkraft hat hier ein großes Potential.
Chile ist weltgrößter Fischmehlproduzent und besitzt einen ausgeprägten Weinbau.
| UMWELT | Umweltschutzrang 31 | CO2 Emissionen | 4,1t pro Kopf |
| Schutzgebiete | 19% des Landes | ||
| 7% teilweise geschützt | |||
| Ramsar Konvention | Ja | ||
| Washingtoner Artenschutzübereinkommen | Ja | ||
| Konvention über die biologische Vielfalt; CBD | Ja | ||
| Basler Konvention | Ja | ||
| Rahmenübereinkommen über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen | Ja | ||
| Kyoto-Protokoll | Nein |
Die Umweltproblematik hat in Chile keinen großen
politischen Stellenwert, über der Hauptstadt hängt oft dichter Smog und im Süden gibt
ein großer Holzeinschlag anlass zur Sorge.
Der Lebensraum von vielen Fischarten und der Delphine wird durch die Lachszucht mit ihren
abgetrennten Buchten zerstört!
| MEDIEN |
TV-Verbreitung mittel |
Teilweise staatliche Zensur |
98 Zeitungen auf 1.000 Einwohner |
| Anzahl der Tageszeitungen | 52 Zeitungen | ||
| Bekannteste Zeitung | La Tercera | ||
| Fernsehsender | 1 staatlicher | ||
| viele private | |||
| Radiosender | 1 staatliche | ||
| 1.046 private |
2001 wurde die Presse liberalisiert.
Militärgerichte können nicht mehr Journalisten verfolgen und Prozesse seitens der
Politiker wegen übler Nachrede wurden abgeschafft.
| KRIMINALITÄT | Keine Todesstrafe | Inhaftierte | 21.500 Menschen |
| Kriminalitätstrend | +1% seit 1999 | ||
| Mord | 4 pro 1.000 Einwohner | ||
| Vergewaltigung | 11 pro 1.000 Einwohner | ||
| Diebstahl |
555 pro 1.000 Einwohner | ||
| Todesstrafe | NEIN |
Schwergetan wird sich weiterhin mit der Verfolgung von Menschenrechtsverletzungen aus der Pinochet-Ära, Kindesmissbrauch nimmt zwar ab, ist aber trotzdem noch relativ häufig.
| BILDUNG | Schulabgangsalter: 13 | Alphabetisierungsrate | 96% |
| Studenten | 325.600 | ||
| In % aller Altersgruppen | 90% Primarstufe | ||
| 57% Sekundarstufe | |||
| 32% Hochschule |
Das Wirtschaftswachstum kam auch der Bildung zugute, die achtjährige Schulausbildung ist Pflicht und kostenlos.
| GESUNDHEIT | Staatl. Krankenversorgung | Einwohner pro Arzt | 909 Einwohner |
| Häufige Todesursachen | Herzerkrankungen | ||
| Krebs | |||
| Verbrechen |
Das staatliche Gesundheitswesen erreicht um die 80% der Einwohner vor allem in Ballungsräumen wie z.B: Santiago de Chile.
| AUSGABEN | Steigerung des BIP pro Kopf | Autobesitzer pro 1.000 Leute | 88 |
| Telefonanschlüsse auf 1.000 | 207 | ||
| Staatsausgaben | 4% Verteidigung | ||
| 3,6% Bildung | |||
| 2,7% Gesundheit |
Der Mittelschicht ging es unter Pinochet gut, was bis heute
anhällt, Unternehmer und Investoren profetieren von der Lieberalisierung.
Den Armen geht es allerdings schlechter als früher, rund 4 Millionen leben knapp über
und 1 Million unter der UN-Armutsgrenze.
| VERGLEICH | Weltvergleich | BSP pro Kopf in US-$ | 4.630 (Rang 55) |
| Lebenserwartung in Jahren | 75 (Rang 40) | ||
| Alphabetisierung | 96% (Rang 64) | ||
| Säuglingssterblichkeit auf 1.000 Geburten | 20 (Rang 47) | ||
| HDI Rang | 39 |