Sprache

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Die deutsche Sprache gehört zu den indoeuropäischen Sprachen, die vin den Bengalen bis Island verbreitet sind, enger verwandt in dieser Gruppe ist es mit den germanischen Sprachen also ist es keine romanische Sprache wie italienisch, französisch oder spanisch!

Das Deutsche hat sich zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert aus mehreren germanischen Stammessprachen herausgebildet, dabei waren die zusammenschlüsse der Stämme im Frangenreich und die verbreitung des Christentums!
Die älteste bekannte Aufzeichnung der deutschen Sprache ist ein kleines lateinisch-deutsches Wörterbuch von ca. 770 n.Chr..
Dabei entstand diedeutsche Schriftsprache erst Jahrhunderte später und so existierte das deutsche damals nur in seinen verschiedenen Mundarten,das Wort "deutsch", dass um diese Zeit aufkam ist in seiner frühesten Form im lateinischen unter "theodisce" bekannt und bezeichnete das Wort "volkssprachlich" im Gegnsatz zum Latein der Geistlichen!

Die Geschichte der deutschen Sprache hat drei Stufen: Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch und schließlich Neuhochdeutsch!
Zeitlich geht das Althochdeutsche bis etwa 1050, das Mittelhochdeutsche danach wiederum bis ca. 1350 und dann folgt eine Zwischenstufe, dass sogenannte Frühneuhochdeutsch, das eigendliche Neuhochdeutsch rechnet man von 1500 ab, wobei die Übergänge natürlich fließend sind!
Das Wort "hochdeutsch" bezeichnet in dem Zusammenhang allerdings die oberdeutschen und mitteldeutschen Mundarten im Gegensatz zu den niederdeutschen Mundarten, heute meint man mit "hochdeutsch" die Schriftsprache im gegensatz zu Mundarten!
Der Wandel der Bedeutung des Wortes spiegelt die Entwicklung der deutschen Sprache wieder, aus dem Ober. und Mitteldeutschen bildete sich einem langen und komplizierten Prozess bis ins 18. Jahrhundert hinein die heutige deutsche Schriftsprache heraus, die sich im folgenden also bis jetzt nur leicht veränderte, allerdings gehen durch die Übername ausländischer, ins Besondere englischer Wörter viele deutsche Bezeichnungen verlohren oder sie geraden in Vergessenheit und werden immerhin noch von der alten Generation benutzt, so dass die junge Generation das Wort kennt, aber nicht benutzt!

Das Niederdeutsche konnte sich jedoch nicht zu einer modernen Schriftsprache entwickeln, unten ist nun die Gliederung der deutschen Mundarten tabelarisch nach dem Stand von 1945 aufgeführt.

Oberdeutsch Bairisch(Bayrisch)-Österreichisch Südbairisch Tirolisch
      Kärntnerisch
      Steiermärkisch
    Mittelbairisch Ober- und Niederbairisch
      Ober- und Niederösterreichisch
    Nordbairisch Oberpfälzisch
  Alemannisch Hochalemannisch Südelsässisch
      Südbadisch
      Voralbergisch
      Schweizerdeutsch
(ohne Basel)
    Niederalemannisch Mittelelsässisch
      Nordbadisch
      Südwürttembergisch
      Schwäbisch
Mitteldeutsch Westmitteldeutsch Ostfränkisch Oberfränkisch
      Vogtländisch
    Rheinfränkisch Hessisch
      Lothringisch
      Rheinpfälzisch
      Nordelsässisch
    Mittelfränkisch Moselfränkisch
      Ripuarisch (Köln, Aachen)
  Ostmitteldeutsch Thüringisch  
    Obersächsisch  
    Schlesisch  
    Berlinisch  
Niederdeutsch Westniederdeutsch Niederfränkisch (Niederrhein)  
    Niedersächsisch Westfälisch
      Holsteinisch
      Ostfälisch
      Nordniedersächsisch
  Ostniederdeutsch Mecklenburgisch Pommersch
      Märkisch oder Brandenburgisch
      Ostpreußisch

Die deutschen Dialekte östlich der Oder-Neiße Linie werden wegen der vertreibung in den Gebieten nicht mehr gesprochen und deshalb bis auf wenige Einzelfälle aussterben und fortan nur noch in Sprachaufzeichnungen hörbar sein.

Die deutsche Sprache ist heute die Muttersprache von über 100 Millionen Menschen, sie ist die Amtssprache in Deutschland, Österreich, Lichtenstein und der Schweiz, außerdem gesprochen wird sie in Luxemburg, im Elsaß, in Südtirol sowie in deutschen Sprachinseln der deutschen Sprache in anderen Ländern wie zum Beispiel in Rumänien, Tschechien, Polen, Rußland, Namibia, Südamerika (arg vereinzelt) und noch vielen weiteren!

Als internationale Verkehrssprache steht das Deutsche nach Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch an fünfter Stelle, aber im kulturellen kommt ihr eine wesentlich größere Bedeutung zu, heute erscheint jedes zehnte original Buch auf der Welt in deutscher Sprache und wegen der vielen bedeutenden Schriftsteller und zum Teil auch wegen der Gegenwartsliteratur steht Deutsch nach Englisch und Französisch auf dem dritten Platz der Sprachen, aus denen übersetzt wird!

Uneinigkeit besteht über die Frage, wieviele Wörter die deutsche Sprache überhaupt hat.
Man könnte zum Beispiel den Artikel der und seine Beugungsformen des dem den als ein einziges oder als vier unterschiedliche Wörter auffassen, des Weiteren sind im Deutschen durch beliebige Zusammensetzung von Worten wie zum Beispiel Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitänsoberanwärterrasierwasserflaschenverschlussklappe unendlich viele Kombinationen möglich!
Außerdem besteht die frage, ob man alle Fachwörter aus Wissenschaft, Technik und eingedeutschte Wörter verwenden sollte.
Wenn man alle Stammwörter und die klassischen Wortverbindungen sowie wissenschaftliche und technische Wörter zählt, dann kommt man auf viele Millionen deutscher Wörter, weil es unter anderem vier Millionen chemische Verbindungen aus 125 Elementen gibt, die alle einen Namen haben, nicht zu vernachlässigen sind auch die vielen 100 Millionen Fachbegriffe für Tiere aus der Biologie und die unzähligen Namen für Himmelskörper aus der Astronomie...
Wenn man wirklich alle Beugungsformen und alle Möglichkeiten der Wortkombination sowie alle Fachbegriffe und Namen zählen würde, wären es fast so viele wie es Teilchen im Universum gibt!
Da kein Platz da ist um so eine Lange Liste an Wörtern in einem Buch unterzubringen beschränken sich Wörterbücher auf 100.000 bis 300.000 Wörter, dabei werden auch veraltete Wörter ausgelassen, für die Fachbereiche gibt es Fachwörterbücher und für Namen ganze Namensbände!
Jeder Muttersprachler versteht, außgenommen der Fachwörter, sicher alle Wörter und doch gehört der große Teil zum passiven Wortschatz, im Alltagsleben kommt man mit etwa 1000 Wörtern aus.

Die Sprachforscher F.W.Keading und H.Meier haben viele Texte untersucht und dabei an die 11 Millionen Wörter statistisch untersucht, dabei ist herausgekommen welches die häufigst gebrauchten Wörter in der deutschen Schriftsprache sind:
Nach der Reihe Geordnet vom ersten Platz beginnend: die, der, und, in, zu, den, das, nicht, von, sie, ist, des, sich, mit, dem, dass, er, es, ein, ich, auf, so, eine, auch, als, am, nach, wie, im, für..., das erste Verb auf der Liste ist auf Platz 37 war und das erste Substantiv Zeit auf dem 90. Platz.


 

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