Großlandschaften

Eine Auseinandersetzung mit den Landschaften der USA in einer Reise von Ost nach West:
Atlantikküste:
Die im Osten liegende Atlantikküste ist im Norden durch Fjorde gegliedert, infolge der
ehemaligen Vergletscherung bis zum Kap Hateras in 38°n.B. .
Südlich davon liegen Schwemmlandküsten, deren Entstehung durch Landerhebung begünstigt
wurde.
Das südlich liegende Florida hat fast tropisches Klima, im Süden von Florida liegen die
sumpfigen Everglades.
Die Appalachen:
die Küstengebiete werden durch das Appalachengebirge vom inneren der USA abgegrenzt.
Die Appalachen wurden in der Permzeit (286Mio. - 248mio. Jahre) gebildet, ihnen
vorgelagert ist eine Stufenlandschaft.
Sie sind als Mittelgebirge nicht hoch genug um als Klimascheide zu wirken, sind also kein
Schutz der Atlantikküste vor Kälteeinbrüchen des Inneren der USA und Hitzewellen des
Golfes!
Die Großen Seen:
Westlich der Appalachen, im Nord-Osten, liegen die Großen Seen: der Obere See, der
Michigansee, der Huronsee, der Eriesee und der Ontariosee.
Die Seen sind insgesamt rund 250.000 km² groß, das ist halb so groß wie die Ostsee, sie
enthalten aber wegen ihrer Tiefe mindestens so viel Wasser wie diese.
Der Höhenunterschied zwischen Eriesee und Ontariosee wird durch den Niagarafluss und die
Niagarafälle überwunden.
Dort stürzt das Wasser etwa 50m in die Tiefe, über die 300m breite Seite der USA und die
900m breite Seite Kanadas.
Südlich der Seen liegen die Central Plains, dort sind die Sommer wärmer und länger als
bei den Seen.
Mississippi und der Golf:
Nahe der Küste des Golfes von Mexiko ist eine schwach gegliederte Stufenlandschaft
entstanden, welche aus wenig verhärteten Sanden und Tonen aus der Kreidezeit und des
Tertiäres besteht.
Der Mississippi, der mit 3,2 Mio. km² den größten Wassereinzugsbereich von Nordamerika
hat und 40% der Staatsfläche der USA entwässert, fließt in den Golf von Mexiko.
Prärie:
In der Mitte der USA liegt die Prärie, sie hat 3 Vegetationstypen:
Im Klima von 500-1000mm Niederschlag wächst hohes, dichtes Gras, das ist die eigentliche
Prärie, das beste Ackerland der USA.
Außerdem die im Bereich der Frühlings- und Frühsommerregen liegenden Großsteppen oder
Great Plains (100 Längengrad) mit Trockenklima.
Und im Süden das offene Masquite Grasland.
Rocky Mountains (Felsengebirge):
Westlich der Prärien liegen die Rocky Mountains, südlich, der am östlichen Rand
liegenden Wyoming Senke, sind große Sättel und Mulden, deren Kerne aus Tiefengestein
bestehen.
Die südlichen Rocky Mountains sind ein junges Aufwölbungsgebiet mit hohen Flächen und
Gipfeln über 4000m Höhe.
Die höchsten Teile des Felsengebirges tragen Spuren eiszeitlicher Vergletscherung,
außerdem sind die Rockys nördlich der Wyoming Senke aufgefaltet und überschoben.
Wegen den Rocky Mountains dringen ozeanische Einflüsse nicht weit ins Land ein, im
Regenschatten der Rocky Mountains liegen die Trockenklimate des fernen Westens.
Beckenlandschaften:
Westlich daran anschließend befinden sich die Beckenlandschaften mit z.B.: dem Großen
Becken, in ihm gilt wie im Arizona Hochland und in der Sonorah- und Mohavewüste die Basin
Range Struktur, das heißt kurze schmale Höhenzüge kriechen "Wie Arme von
Raupen" nach Mexiko und flache Becken mit jungen Ablagerungen schieben sich zwischen
die Ketten.
Im Großen Becken liegt auch der Große Salzsee.
Süd-Östlich befindet sich das Colorado Plateau, das sich anders als das Große Becken im
Tertiär wie eine starre Masse verhalten hat.
Nord-Östlich des Großen Beckens liegt der Yellowstone-Nationalpark in dem viele Geysire
letzte Zeugen eines gewaltigen geologischen Aufbruchfeldes sind.
Küstenkette:
Küstenketten des Gebirges am Pazifik bestehen aus freigelegten Tiefengesteinskörpern,
diese sind durch große tektonische Beweglichkeit ausgezeichnet.
Dort gibt es eine Reihe hoher Vulkane.
Senkungsfelder im Westen sind dem Kaskadengebirge und der Sierra-Nevada vorgelagert (z.B.:
das Tal von Kalifornien).
Spannungen zwischen einzelnen Gebirgsblöcken entladen sich bis heute in Erdbeben.
Pazifikküste:
Die Küste am Pazifik ist unter 48°n.B. eine fast ungegliederte Seilküste.
Hawaii und Alaska:
Außer diesen Landschaften gehören auch noch die Hawaii-Inseln und Alaska zu den USA.
Alaska gehört zum westlichen Gebirgsland, das dort in einem scharfen Knick seine Richtung
ändert und in dem 200km langen Aleäutenbogen ausklingt.
Dort herrschen kalte, lange Winter und kurze kühle Sommer, u.a. wegen der Subarktischen
Lage.
Im Norden von Alaska ist Tundra.
Die unter 20° liegenden Hawaii-Inseln bestehen aus 8 größeren, bewohnten und
zahlreichen anderen Inseln, die sich in einer Girlande mehr als 2300km nach Westen
erstrecken.
Dort gibt es 40 Vulkane, die zum Teil aktiv sind.