A300

A300.600-Quatar.jpg (113659 Byte)

Der A300 war das erste von Airbus produzierte Flugzeug, es wurde in den 1970er Jahren konstruiert und gebaut, um dem damaligen Marktführer und Riesen Boeing aus europäischer Sicht etwas entgegenzusetzen.

Nach einigen Verzögerungen und Schwierigkeiten hob am 28.8.1972 das erste Flugzeug vom Typ A300 B1 ab, am 15.3.1974 gab man dem Typ die Zulassung, da Airbus vorwiegend Deutsch-Französisch ist, orderten Lufthansa und AirFrance die ersten Maschinen um den Verkauf in Schwung zu bringen.

Die ersten beiden Prototypen waren A300 B1, danach die ersten Serienmodelle A300 B2, auch gab es dann den A300 B4 bzw. -100/-200 als Mittelstreckenvariante des A300.
Ab Juli 1983 stellte Airbus nur noch den A300-600 als ein, nach einer kleinen geschäftlichen Krise, erheblich verbessertes und modernisiertes Flugzeug her, ab Dezember 1987 dann den A300-600R mit erhöhter Reichweite.

Der A300 B4 verfügte als erste Verkehrsmaschine ein Zweimanncockpit, weiterhin war der A300-600R das erste Flugzeug mit einem Trimmtank und war als erstes Flugzeug für Mittelstrecken dazu in der Lage Luftfrachtcontainer aufzunehmen, insgesamt gesehen wurden von der A300er Serie (bis 3.6.07) 561 bestellt und 558 gebaut!

Angetrieben wird die A300 von zwei Turbofans (General Electric CF6 oder Pratt & Whitney JT9D) unter den Tragflächen.
Zur Zeit der Entwicklung der A300 dachte noch niemand daran, mit einem zweistrahligen Flugzeug über den Atlantik oder den Pazifik zu fliegen, einige Gesetzte verbaten es gar, der A300 war also nur für Kontinentalflüge vorgesehen, später wurde die knappe Reichweite zu einem Verkaufsnachteil.
Die Lufthansa, einer der größten Betreiber der A300 und maßgeblich an der Definition des Typs beteiligt, nutzt die A300 nach wie vor, um verkehrsreiche innerdeutsche und innereuropäische Linien zu bedienen (z. B.: Frankfurt-London, Frankfurt-München).

Die meisten Exemplare wurden als reine Passagiermaschinen mit ca. 250 bis 300 Sitzplätzen konzipiert, doch verließen auch auf Frachtbeförderung umrüstbare Exemplare (A300 C4) sowie reine Frachtmaschinen (A300 F4) die Werkshallen.
Seit Mitte der 1990er-Jahre wurde von Kunden ausschließlich die Frachtvariante der A300, die A300F4-600R, mit 54 Tonnen Nutzlast gekauft.
Voraussichtlich im Juli 2007 wird die Produktion der A300 eingestellt, um die Produktionsstätten für die neueren Airbusbaureihen nutzen zu können.
Voraussichtlich letzte Auslieferung wird eine A300F4-600R für FedEx im Juli 2007 sein.

 

Kenngröße A300B2/B4 A300-600R
Typ

Mittel-/Langstreckenflugzeug

Länge

53,62 m

54,10 m

Flügelspannweite

44,84 m

Tragflügelfläche insgesamt

260,00 m²

Höhe

16,53 m

16,54 m

Durchmesser

5,64m

Kabinenlänge

40,70 m

Kabinenbreite max.

5,28 m

Passagiere (max.)

266

266/298 (361)

Antrieb

zwei Turbofan-Triebwerke à 227 kN bis 236 kN, z.B.:
Pratt & Whitney JT9D-9
General Electric CF6-80-C2A5

zwei Turbofan-Triebwerke à 249 kN bis 273,6 kN, z.B.
Pratt & Whitney JT9D-7R4H1, PW 4158, General Electric CF6-80-C2A1 oder CF6-80-C2A5

Höchstgeschwindigkeit für Reiseflug

917 km/h

890 km/h (in 7.620 m Höhe)

Reisegeschwindigkeit für Langstreckenflug

847 km/h

875 km/h (in 9.450 m Höhe)

Reichweite A300B2: 3430 km mit 269 Passagieren
A300B4: 5375 km mit 269 Passagieren
6.968 km mit 267 Passagieren und PW4156-Triebwerken
Leermasse 

A300B2: 79.600 kg, A300B4: 88.500 kg

78.201 kg mit PW4156-Triebwerken

max. Startmasse (MTOW)

A300B2: 142.000 kg, A300B4:165.000 kg

165.000 kg mit PW4156-Triebwerken

 

Zurück